11. Tag Di 20.1.26

Wir sind immer noch komplett geflasht vom Sonnensturm, der diesen KP8 ausgelöst und den Himmel in der Nacht völlig zerlegt hat. Das sitzt noch tief. Im Kopf. In den Knochen. In den Augen.

Und dann dieses Aufstehen.

Einmal mehr ein Blick direkt in die Lappland-Sonne, als wäre nichts gewesen. Als hätte der Himmel nicht gerade erst komplett eskaliert.

Keine Entschuldigung.

Kein Nachklang.

Einfach strahlendes Licht und diese unfassbare Ruhe.

Lappland eben.

Erst haut es dir die Nacht um die Ohren –

und am Morgen tut es so,

als wäre das alles ganz normal.

Wir entscheiden uns heute ganz spontan, einfach mal die Bilder sprechen zu lassen.

Nicht aus Bequemlichkeit – sondern weil diese Nacht und dieser Morgen Worte gerade ein bisschen überflüssig gemacht haben.

Für diese Bilder haben wir Zeit gebraucht. Viel Zeit. Kälte. Geduld. Und diesen Moment, in dem man weiss: Jetzt passt alles.

Wir haben ausgewählt, sortiert, verworfen, wieder hervorgeholt – und zeigen euch nun die schönsten, die das einfangen, was wir selbst kaum greifen können.

Manches erzählt man besser nicht.

Manches zeigt man einfach.

…und ja, wir haben tatsächlich noch mehr gemacht, als nur Bilder anzuschauen.

Zur allgemeinen Beruhigung: gegessen zum Beispiel. Und zwar richtig.

Ein währschaftliches Frühstück, mit allem drum und dran. Nichts Symbolisches, nichts Dekoratives – sondern eines von der Sorte, bei dem man nach dem ersten Bissen weiss, dass der Tag gut wird. Reichhaltig, ehrlich und so sättigend, dass man sich kurz fragt, ob Mittagessen heute überhaupt noch Sinn ergibt.

Kurz gesagt:

Bilder für die Seele,

Frühstück für den Körper.

Balance muss sein.

…und zwischendurch haben wir natürlich auch einen Film respektive gleich eine ganze Staffel geschaut. Fallout. Sehr spassig, angenehm schräg und stellenweise genau so brutal, dass man sich fragt, ob man noch Popcorn oder lieber etwas Stärkeres braucht.

Kurz gesagt: Die Hütte wurde in vollen Zügen genutzt. Warm, gemütlich, laut, leise, absurd – alles dabei. Genau so, wie man das im Urlaub macht, wenn man nichts beweisen muss und alles darf.

Kelohovi-Modus eben:

leben, schauen, lachen, sitzen bleiben –

und sich keinen Moment fragen, ob das jetzt „produktiv“ war.

…und natürlich darf die drittwichtigste Komponente im Leben nicht fehlen: die Nahrungsaufnahme. Die haben wir heute standesgemäss zelebriert – mit geschnetzeltem Rentier Rudolf und Rösti. Ja, genau der Rudolf. Opfer der Umstände, Held auf dem Teller.

Zugegeben, es wurde etwas spät. Aber das lag nicht an mangelnder Motivation, sondern daran, dass der Ofenherd ein bisschen gespuckt hat. Nichts Dramatisches – eher so ein kleines technisches Aufbäumen, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Hat er bekommen.

Das Warten hat sich gelohnt.

Denn was später kommt, schmeckt bekanntlich besser.

…danach ging es eigentlich nur noch logisch weiter. Ab in die Sauna, einmal ordentlich durchgegart, gefolgt vom Sprung ins Jacuzzi. Und dann diese unglaubliche Stille. Kein Geräusch, kein Wind, nur der Blick in den Himmel. Ein bisschen demütig vielleicht – aber vor allem einfach richtig schön.

Mit Zigarren und Whisky lassen wir unsere astreinen Körper im warmen Wasser langsam schrumpelig werden, ganz ohne Eile, ganz ohne Ziel.

Und irgendwann stellt sich dann wie von selbst die letzte Tagesfrage:

Geht’s noch weiter mit der Staffel –

oder gewinnt der Schlaf?

Beides wäre korrekt gewesen.

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