• Der Blick aus dem Fenster beim Aufwachen verheisst an diesem Tag Gutes. Obschon die Temperatur in dieser Nacht bei -36 Grad angelangt ist, erhoffen wir uns einen Sieg bei der heutigen Abfahrt.

    • Wir kamen auf die glorreiche Idee, dieses Jahr unsere über 5 Jahre alte Kaffeemaschine zu ersetzten. Vielleicht war es eine Gotteseingabe. Als wir die alte Maschine nochmals in Betrieb nehmen wollen, bemerken wir viele fehlende Teile und der Druck wird auch nicht mehr richtig aufgebaut. Zu dem macht das alte Ding einen Mordslärm, so dass der erste Kaffee am Morgen fast zur Qual wurde.

    • Das wir im Nirgendwo sind, ist mittlerweile allen unseren Lesern bekannt. Aber die Einsamkeit hier findet definitiv nicht statt. Wir haben sehr grosse animalische Gesellschaft um unser Haus. Vögel die sich täglich um Futter streiten und auch raffinierte Techniken haben, sich mit Futter aus dem Staub zu machen und sich im Schnee einzubuddeln, damit sie nichts Teilen müssen.

    • Auch Rigobert freut sich bester Gesundheit und herrscht über den ganzen Futterplatz. Rigobert entscheidet wer ans Futter gehen darf und wer nicht. Im Übrigen ist der Gesundheitszustand von uns auch bestens, war ja nicht immer so.

    • So beginnt jeder für sich selber herauszufinden was wir am heutigen Tag ohne Skirennen an Aktivitäten ausüben können. Jeder hat seine eigene Art um dies herauszufinden. Tom lässt sich mit einem Buch vor dem Feuer in den Sessel fallen, Ivo beginnt die fehlenden Tage auf dem Internet nachzuarbeiten.

    • Nach einem sensationellen Film mit Samuel Jackson „Killer`s Bodyguard“ beschliessen wir vor dem nächsten Film unsere Küche in Betrieb zu nehmen. Heute gönnen wir uns ein richtig gutes Stück Fleisch.

    • Nach dem Gourmet-Essen müssen wir erstmals kurz pausieren. Das geht am besten indem wir schon mal den nächsten Film starten. Tja jeder Film kann nicht Hammer sein, bei diesem Film „47 Meter Tiefe“ wurden wir jetzt nicht aus den Sesseln gerissen, war aber doch zu gut um abzubrechen, wie wir das schon bei andern machen mussten.

    • Eine richtige Saunasession macht auch ein bisschen hungrig. Da haben wir seit über 20 Jahren schon die beste Lösung: Makkera vom Grill mit Ottamanni, ein Genuss nach jedem Saunagang. Nachtrag:Um eine Makkera zu grillieren empfiehlt es sich, ein kleines Feuer zu machen und die Würste anschliessend auf der heissen Glut zu grillieren. Mit einer kleinen Flame von 3-4 cm kann das enorm lange dauern und die Gefahr besteht dass die Wurst gekocht und nicht grilliert ist.

    • Der Tag kann also mit einem herzhaften Frühstück beginnen. Wiederum fehlt es uns an nichts, der Tisch ist mit allem gedeckt was das Herz begehrt. Wir stärken uns nach einer anstrengenden Filmnacht um auch an diesem Tag Berge zu versetzen.

    • Unser neues Herzstück schnurrt wie ein Junges Kätzchen und beglückt uns jeden Tag mit sehr gutem Kaffee, so dass der Start in den neuen Tag noch etwas süsser wird.

    • Kaum ist der Frühstückstisch abgeräumt, machen wir uns daran, wie es sich an einem kalten Winter-Samstag gehört die Abfahrt der Herren zu schauen. Und genau da beginnt unser Desaster. Das Skirennen wurde ohne unsere Zustimmung abgesagt. Das wirft unser Tagesplan enorm über den Haufen und wir müssen uns jetzt erstmal zusammensetzen und Beraten wie es weiter geht.

    • Wir kommen zu Schluss diesen Tag ohne grosse Aktivitäten zu bestreiten. Die Entscheidung fällt einstimmig auf einen Filmtag. Also machen wir uns dran ausnahmsweise einen, oder zwei Filme zu schauen. Dieser Genuss in der Kelohovi-Atmosphäre ist besser als in jedem Kino. Das Medienequipment lässt uns den totalen Filmgenuss geniessen.

    • Eine Bernaise-Sauce, gebackene Kartoffelschnitze und ein leckerer Salat steht nebst einem grillierten Rindsfilet auf dem Menüplan. Ein Traum den wir heute Essen dürfen, mit dem letzten Tropfen vom Masi geben wir dem heutigen Menu von 10 Sternen eine glatte 12.

    • Im Anschluss an den Film gings auf dem direkten Weg in die Sauna. Mit fast 90 Grad frönen wir einem weiteren Saunagang. Ist einfach schwierig zu beschreiben, wenn man durch die -28 Grad kalte dunkle Nacht im Schnee mit Nordlicht in die Sauna spaziert, und die Stille fast unheimlich ist.

    • Die Nacht ist nun schon weit genug fortgeschritten, so dass auch die Kelohovis langsam ins Bett gehen. Mit der Vorfreude auf den Sonntag, nein wir gehen nicht in die Kirche, wir machen einen kleinen Ausflug nach Äkäslomplo. Langjährige Leser können sich vorstellen weshalb. Mehr Morgen…